Um 08:00 Uhr begann mein Freiwilliges Soziales Jahr am Gymnasium Schöneiche. Die Ungewissheit vor dem ersten Tag legte sich schnell- das Kollegium begegnete mir durchweg freundlich und aufgeschlossen. Alle zeigten direkt echtes Interesse, stellten mir Fragen und gaben mir so von Anfang an das Gefühl dazu zugehören. Auch der Schulhund des Schulleiters, Ellie, trug auf ihre ganz eigene Art dazu bei, dass ich mich direkt willkommen fühlte.

Der Vormittag startete mit einem Erste-Hilfe-Kurs. Durch die strukturierte Leitung und die Möglichkeit, alle offenen Fragen zu klären, war das Seminar nicht nur aufschlussreich, sondern gab mir auch die nötige Handlungssicherheit im Schulalltag.

Spannend ist für mich vor allem das breite Fächerangebot und der Ansatz der Schule, den Unterricht individuell auf die Schülerinnen und Schüler zuzuschneiden. Da mir der kreative Bereich besonders am Herzen liegt, blicke ich mit viel Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit der Kunstlehrkraft und die Leitung einer eigenen AG. Die Unterstützung im Kunstbereich ist eine Aufgabe, die ich mir hier auch über das FSJ hinaus sehr gut vorstellen kann.

Einen besonderen Eindruck hinterließ schließlich die anschließende Dienstgruppenkonferenz. Bisher war mir das Schulleben ausschließlich aus der Perspektive eines Schülers vertraut, der morgens den Raum betritt, dem Unterricht folgt und nach dem Klingeln wieder geht. Zum ersten Mal die Gelegenheit zu haben, direkt hinter die Kulissen des Schulbetriebs zu blicken, war eine enorm aufschlussreiche Erfahrung. Es war faszinierend zu beobachten, wie viel organisatorischer Aufwand und methodische Planung nötig sind, bevor eine Unterrichtsstunde überhaupt beginnt. Zu sehen, wie intensiv das Kollegium bereits Inhalte aufeinander abgestimmt und gemeinsam an pädagogischen Konzepten feilt, hat mir eine völlig neue Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte vermittelt. Dieser direkte Einblick in die Vorbereitung macht mir deutlich, wie vielschichtig der Arbeitsplatz Schule tatsächlich ist.

Rückblickend hat mir dieser Auftakt gezeigt, wie bereichernd der Wechsel von der Schulbank zum Mitgestalten sein wird. Ich starte mit einem durchweg guten Gefühl, vielen neuen Eindrücken und echter Neugier in die kommenden Monate.